Schönheide Schönheide ist eine Gemeinde im sächsischen Erzgebirgskreis, liegt im Westerzgebirge und war einst von Industrie geprägt.
Geografie
Das fünf Kilometer lange Schönheide liegt im Westen des Landkreises in einem Nebental der Zwickauer Mulde, welche die südliche Grenze der Gemeinde bildet.
Im Tal der Zwickauer Mulde liegt der Ortsteil Wilzschaus. Höchster Punkt des Ortes ist der Knock mit 767 m.
Nachbargemeinden
Im Norden grenzen Stützengrün, im Osten und Südosten Eibenstock, im Westen Auerbach/Vogtl. und Rodewisch, sowie im Nordwesten Steinberg an die Gemeinde.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde besteht aus den drei Ortsteilen Schönheide, Neuheide und Wilzschhaus. Aufgrund der Größe des Ortsteiles Schönheide wird dieser unterteilt in Oberdorf, Heinzwinkel, Mitteldorf, Schwarzwinkel, Webersberg und Schönheiderhammer.
Geschichte
Der erste Siedler im Schönheider Gebiet Urban Männel wurde 1537 erwähnt. Fünf Jahre später sind 12 Siedler im Schneeberger Fürstenverzeichnis aufgeführt. Das Dorf Schönheide wurde 1549 mit 20 Höfen gegründet.
Die Bahn existiert nur noch im Museumsbetrieb
1563 kam der Ort durch Verkauf in den Besitz der Wettiner. 1566 wurde das heute noch betriebene Eisenhammerwerk gegründet. Im Jahre 1596 wurde die erste Kirche errichtet, welche 1764 einstürzte und dabei einen Mann tötete. 1669 wurde eine Handwerkerinnung gegründet.
Mit dem Bau der Chemnitz-Aue-Adorfer Eisenbahn erhielt der Ort 1875 in Schönheider Hammer und Wilzschhaus Bahnanschluss. Zwischen 1880 und 1900 wurden mehrere noch heute bestehende öffentliche Gebäude gebaut: Rathaus 1882, Post 1891, Real-/Hauptschule 1856–98, Flemmings Fabrik 1896, Lenks Villen um 1900. 1893 kamen mit dem Bau der Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld drei weitere Bahnhöfe im Gemeindegebiet dazu.
In der Zeit zwischen 1914 und 1945 zog in Schönheide wie auch im restlichen Erzgebirge durch die Kriege hohe Arbeitslosigkeit und Armut ein. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde im Ort ein Außenlager des KZ Flossenbürg eingerichtet, in dem 50 KZ-Häftlinge für die Firma R. Fuess (Berlin) Zwangsarbeit verrichten mussten. Diese Häftlinge wurden im April 1945 auf den Todesmarsch nach Karlovy Vary geschickt.
1974 begann der Bau der Talsperre Eibenstock. Dadurch musste 1975 die Bahnstrecke im Muldetal zwischen Blauenthal und Schönheide Ost stillgelegt werden. 1977 erfolgte auch die Einstellung der Schmalspurstrecke, welche heute nur noch auf einem Teilstück als Museumsbahn fährt.
Ab 1990 wurde die Infrastruktur ausgebaut, aber durch die Stilllegung vieler Betriebe stieg auch wieder die Arbeitslosigkeit an.
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